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Museumsgasthaus und Sägewerk Weißmühle

 

Das Rosenbachtal zwischen Weißmühle und Forstmühle

Die Weißmühle um 1945

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Die Weißmühle wurde bereits im Jahr 1495 urkundlich erwähnt.

Seit dieser Zeit wurde sie stets als Mahl- und Schneidmühle betrieben.
Um 1884 erwarb Karl August Grimm durch Kauf die Weißmühle.
Durch Erbschaft ging die Weißmühle am 7.11.1913 an Martha Lina Fahrner geb. Grimm.
Im Mai 1927 kaufte Otto Metzner die Mühle. Seit dieser Zeit ist sie in Familienbesitz.

Am 13.Juli 1907 schlug zur Mittagsstunde der Blitz in die Scheune ein. Die Scheune und weitere Wirtschaftsgebäude brannten nieder, während das Wohngebäude und die Mühle verschont blieben. In einer kurzen Zeit von nur 6 Wochen wurde die Scheune, wie sie heute noch steht, wieder aufgebaut, so konnte im August/September die neue Ernte untergebracht werden.

Als Antriebskraft für die Mühle wurde das Wasser des Rosenbaches genutzt. Dazu bestand bis 1950 unterhalb des jetzigen Waldbad Rodau eine Wehranlage. Das Wasser wurde in einem Mühlgraben entlang der Straße zur Mühle geleitet. Die Wehranlage besteht heute nicht mehr. Der Mühlenteich und der Mühlgraben sind zum Teil zugeschüttet.

Bis 1941 wurde die Mühle durch ein Wasserrad angetrieben. Danach übernahm eine Spiralturbine diese Aufgabe. Diese Turbine steht heute am Eingang zum Gasthaus und kann als technisches Denkmal bewundert werden.

1945/46 wurde oberhalb von Rodau bis zum Stelzenbaum und bis zum Koskauer Weg der gesamte Wald gerodet. Dieses Gebiet war der Wasserspeicher für den Rosenbach- und Holzwiesenbach. Dazu kam noch 1947 ein besonders heißer und trockener Sommer. Der Rosenbach war ausgetrocknet. Die Weißmühle stand still. Einen Energieanschluss gab es nicht. Ein kleiner Generator betrieb eine Lichtmaschine mit der Strom erzeugt wurde für die Beleuchtung, aber auch das funktionierte nur wenn sich das Wasserrad drehte. Bei Trockenheit oder im Winter wenn alles zugefroren war, saßen alle Bewohner im Dunkeln.
Auch im Stall wurde nur eine Petroleumlampe verwendet. Der Zylinder der Lampe wurde zweimal täglich mit Zeitungspapier vom Ruß befreit, um überhaupt noch einen Lichtschein durchzulassen. In der Wohnstube wurden Kerzen verwendet.
1947 bekam die Weißmühle Strom aus dem Netz.

Bis in die 60ziger Jahre wurde Mehl gemahlen, das zum Teil mit dem Pferdefuhrwerk bis nach Plauen zu verschiedenen Bäckern gefahren wurde. Danach wurde Schrot hergestellt für benachbarte landwirtschaftliche Betriebe.

Seit 1990 stand die Mühle still. Es wurde auch kein Schrot mehr gebraucht.
Um die Gebäude vor dem Verfall zu retten, sollte ein Ausweg gefunden werden. Und das wurde daraus:

Ein Ort für gemütliche Stunden, eine Einkehrstätte, ein Gasthaus in dem wir Sie herzlich willkommen heißen.

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