www.Mühlenviertel-Vogtland.de

Startseite | Marienkirche Leubnitz | Schloss-Leubnitz | Fremdenverkehrsamt | News | Sitemap

Leubnitz Rodau Demeusel Rößnitz Schneckengrün





Appetit auf
Hausgeschlachtetes?


Der Hofladen
 
in der Weißmühle
ist Samstags
  von 8 bis 14 Uhr
(alle 14 Tage) geöffnet.

MüllerburschenWeg

Ein Wanderweg zu historischen Mühlen im Vogtländischen Mühlenviertel

Im stillen Tal der Trebnitzbach,
umgeben nur von Wald und Wiesen
lief einst geschwind das Mühlenrad der Oberen Trebnitzmühle. ...mehr


Danke für den Text über den Müllergruß Glück zu!

Die Turmholländerwindmühle Pahrenz befindet sich in der
Gemeinde Hirschstein
des Landkreises
Riesa-Großenhain


Danke für den Text über das Müllerwappen.

Das Müllerwappen

Die Darstellung läßt verschiedene Deutungen zu. Das Wappen zeigt die für einen Müller notwendigen Dinge, die er bei seiner Arbeit zu beachten hatte. Die beiden in eine Zahnrad greifenden Löwen symbolisieren die notwendigen großen Kräfte, wie Wasser oder Wind. Der gespreizte Zirkel macht deutlich, daß im Müllerhandwerk ein hohes technisches Wissen für eine einwandfreie, abgestimmte Funktion der sich der bewegenden Teile (Lager, Mühlstein usw.) erforderlich ist. Die beiden Ähren zeigen bildlich, das zu bearbeitende Getreide. Der alte Müllergruß “Glück zu” läßt sich folgendermaßen deuten. Bei der Arbeit des Müllers war ständig Glück notwendig, denn Brände, Mißernten, Unwetter oder Havarien waren immer mit Verdienstausfall verbunden oder konnten existenzvernichtend sein.

"Glück zu" hieß der Müllergruß

Der Müllergruß hat seinen Ursprung in der Zeit, als die freigesprochenen Müllergesellen auf Wanderschaft gingen. Auf der Wanderschaft gab es bestimmte Rituale, zu denen auch die Begrüßung zählte.

Der Geselle schritt zur Mühlentreppe, steckte den Stock durch die dritte Stufe, legte sein Bündel daneben und wartete, vom ältesten Gesellen mit "Glück zu!" angesprochen zu werden. Die Antwort lautete: "Schönen Gruß von Meistern und Gesellen!" Es folgte ein kurzer Plausch über Gott und die Welt

.... Später beim Müllermeister oder Mühlenbesitzer: Wandergeselle: "Glück zu! Gruß von Meistern und Handwerk!" Müller: "Willkommen und Glück zu, Geselle!" Wandergeselle: "Herr Meister! Mit Gunst und Erlaubnis, ist es erlaubt, um Arbeit anzusprechen?"

"Glück zu!" galt auch als Abschiedsformel, nämlich Glück zu auf allen (weiteren) Wegen, denn die Wanderschaft war sicher nicht immer ungefährlich.


Glück brauchte der Müller in besonderem Maße

Unvorhersehbaren Geschehnissen und sogar Gefahren war er in seiner Mühle ausgesetzt. Hochwasser drohte seinem Anwesen, Mühlsteine konnten sich im schnellen Lauf erhitzen und sogar auseinander reißen, im Winter ließ Eis das Mühlrad ruhen, Antriebsräder konnten brechen, denn alles unterlag ständig einer hohen Beanspruchung. Auch der normale Arbeitstag war schwer. Es wurde gearbeitet, wenn es die Bedingungen zuließen. Tag und Nacht, auch an Sonn- und Feiertagen, wo sonst die Arbeit ruhte, Zwangspausen drohten immer. Der Sommer ließ das Wasser knapp werden, der Winter ließ es zu Eis erstarren. Vom Geschick des Müllers, von seiner Erfahrung und dem Können war das erfolgreiche Klappern der Mühle abhängig. Überall im Anwesen waren die Geräusche der Mahlgänge hörbar und zu fühlen: Rütteln, Schütteln, Knarren, Knirschen, Klopfen ... Schon im voraus hörte das geübte Ohr des Müllers, wenn Unheil drohte. War das Korn in der Gosse alle, ertönte der Klingelmann, ließ die Qualität des Mehles nach, mussten die Mühlsteine neu bearbeitet werden. Ein gutes Mehl erforderte 7 Mahlgänge - 7mal wurde das gleiche Mahlgut in Säcken wieder nach oben getragen. Wenn das Mühlrad sich unregelmäßig drehte, mußte das Wasser reguliert werden. Der Müller kam nur selten zur Ruhe. Er wohnte mit seiner Familie und den Knechten in der Mühle. Meist war es das Obergeschoß der Wassermühle. Neben der Instandhaltung der Anlage, musste das gesamte Haus ständig von feinem Mehlstaub gesäubert werden. Über ankommendes Korn und abgeliefertes Mehl und die Kleie wurde genau Buch geführt. Augen, Ohren und Hände des Müllers wurden immer und überall gebraucht. Anstrengung, Mühe und Sorgen gehörten zum Leben des Müllers und der Müllerin. Oft wurde auch noch eine kleine Landwirtschaft betrieben. Hier war die Müllerin zuständig, obwohl auch sie einen langen Arbeitstag hatte. Neben ihrer Hilfe in der Mühle, bewältigte sie den Haushalt, mußte kochen, waschen, putzen, nähen, die Kinder und die Knechte versorgen. "Glück zu!" brauchten auch die Müllerin und alle anderen Bewohner der oft abseits im Tal gelegenen Mühle.
 

... nach oben 

Startseite | Leubnitz | Rodau | Demeusel | Rößnitz | Schneckengrün
Neuigkeiten & Veranstaltungen | Impressum

Copyright 1998-2009 - PP  -  Aktualisiert am

hit counters